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Welke-Syndrom

 

Vorlesung vor den Privaten Waldbesitzern der Kreise Werra- Meißner und Hersfeld- Rotenburg am 08.02.2017 in Sontra- Berneburg

Welke Syndrom 1

Schädigende Beeinträchtigungen unserer Waldbäume heute.

Trotz der Herausnahme von Blei und Schwefel aus den Treibstoffen und dem Heizöl kann der pH-Wert in den Niederschlägen nicht beruhigen. Schwankende pH-Werte belasten die gesamte Vegetation. Im Besonderen die Bäume. Zitat aus dem Buch „Schädigung von Waldökosystemen“, 1. Auflage 2007, S. 316 und 317: „Spätfröste, die junge Triebe und Blattorgane abtöten, bringen zwar alte Bäume nicht zum Absterben, haben aber trotzdem als Stressoren große Bedeutung, da sie zu einem beträchtlichen Verbrauch von Reservestoffen führen.“ Diese Annahme der Wissenschaftler ist falsch. Die gegenwärtigen Fröste sind für unsere Baumarten normal und keine Stressfaktoren. Die Kernfrage ist also: warum fehlen Reservestoffe, die schwächend wirken?

Der anhaltende Schwächezustand unserer Bäume entsteht durch das Welke Syndrom! „Welke Syndrom“ ist ein von mir gefundener Begriff. Es entsteht in Abhängigkeit einer ganz bestimmten Witterungsfolge. Wenn Bodentrockenheit, Regenwasser und Lichtmaximum schnell aufeinander folgen, werden die Bäume mäßig bis stark belastet. Die Schädigungen werden für den Betrachter bereits einen oder wenige Tage später deutlich sichtbar. Diese Schadbilder fallen optisch etwas geringer aus als vor 2010. Als da sind: Blatt- und Nadelverformungen, Vergilbungen und Verätzungen. Absterben und Abfallen von Kurz- und Jungtrieben, Nadeln und Blättern. Ganzjährige Brüchigkeit von Zweigen, Ästen, Stämmen und Wurzeln. Überreiche Blüten- und Fruchtbildung in verminderter Qualität. Verklumpter Pollenstaub und zu saurer Nektar in den Blüten. Verrieselung von angesetzten Früchten in allen Altersstadien. Schnelles faulen von Früchten. Aufrauung von Zweig-, Blatt-, Rinden- und Knospenoberflächen. Flechtenbildung massiv. Verstärktes Wachstum bei gleichzeitiger Wurzelmasse-Verringerung. Zunahme von Pilzerkrankungen und Insektenbefall. Mit dieser Fülle von unnormalen Defektzeigern gehen die Bäume geschwächt in den nächsten Winter.

Was spielt sich beim Welke Syndrom ab? Bedingt durch den trockenen Boden befindet sich mehr Luft in den Grobrissen und zwischen den Partikeln und Kolloiden. Beim Eindringen des Regenwassers in diese Bodenzwischenräume reagieren die Fremdstoffe in den Bodenteilchen mit den Fremdstoffen im Regenwasser. Es kommt zu einer heftigen chemischen Reaktion, wobei ein Teil der Wurzelhärchen, die Ältesten zuerst, verätzt werden und absterben. Wahrscheinlich kommt es auch zu Stoffübernahmestörungen an der Endodermis. Die elektrischen Ladungen des aufnehmenden Wurzelmoleküls und des vorgelagerten Elemente- Ions aus dem Bodenwasser werden u. U. gewaltsam verändert. Die geschädigten Wurzelteile dienen der ätzenden Reaktion zur Neutralisierung. Sie können nun ihre Aufgabe, Wasser und gelöste Stoffe in den Spross zu bringen, nur noch eingeschränkt nachkommen. In den Leitgefäßen von der Wurzelspitze bis zu den Blättern entsteht wegen des verminderten Wassernachschubs ein verstärktes Säure – und Druckgefälle. Dadurch werden die Vorratszellen, die gefüllt mit Reservestoffen sind, für die Notversorgung geöffnet. In den Blättern und Feinzweigen des Kronenbereichs ist der Saugdruck am größten weil die Blattzellen durch das volle Sonnenlicht zur vollen Leistung gefordert sind und deshalb unter Anderem Wasser für die Verdunstungskühlung benötigen. Zu diesem Zeitpunkt kommt es zum starken Gibberellinsäure- Schub der die Induktion der überreichen Blütenmenge bewirkt. Wenn ein Teil der Blatt-, Vorrats- und Leitgewebszellen völlig entleert wird, tritt nach der Krampfplasmolyse (Zellentleerung) in diesen der Zelltod ein. Dieses tote Zellvolumen steht später nicht mehr zur Verfügung. Erfolgt keine Totalentleerung von Zellen, weil rechtzeitig bedeckter Himmel eintrat, können die Bäume sich zum normalen Habitus zurück entwickeln. Den Verlust der Wurzelhärchen können die Pflanzen je nach Witterungsverlauf in wenigen Tagen und Wochen durch Neubildung wieder entsprechend der Blattmasse ausgleichen. Spätestens im Winterhalbjahr füllen sich die nicht völlig entleerten Blatt-, Vorrats- und Leitgewebszellen mittels Deplasmolyse (Zellauffüllung) wieder prall mit Wasser und Nährstoffen. Nach Austrieb im Mai sehen unsere Bäume dann wieder tadellos aus. So als wäre keine Schwächung da. Sie ist aber noch als totes Zellvolumen im Splint vorhanden und konnte durch das Volumen des neuen Jahresringes in der Masse nicht voll ersetzt werden. Es handelt sich um ein Versorgungsdefizit. Hieraus ergibt sich der Mangel an Reservestoffen!

Das Welke Syndrom zeigt, dass die alte Gärtner- und Bauernweisheit „Dünge nie auf trockenen Boden“ richtig ist. Die gelegentlich plötzlich erscheinende übernormal starke Flechtenbildung, bedingt durch dauerhaft zu viele Metallionen im Niederschlagswasser, bestätigt ebenfalls die Richtigkeit. Die Schwächungen durch das Welke Syndrom lassen andere schädigende Einflussfaktoren stärker wirksam werden, sodass auch außerhalb von Bodentrockenheit Schäden jederzeit möglich werden.

Die ungünstigen Einflussfaktoren zusammengefasst: Unsere Bäume werden mit Oxiden aus dem Stickstoff und mit Kohlendioxid überdüngt, die Anreicherung mit Fremdstoffen aller Art in der Luft ist zu groß, die Ausdünnung des Ozongürtels in ca. 20 km Höhe bringt zu starke Lichtintensität auf Blatt-und Nadeloberflächen, das bodennahe Ozon schwächt die Gasaustauschorgane blattunterseits bei heißer Witterung, die wechselnden pH-Werte in Wasser und Boden sind pflanzenbelastend. Die Bäume können nicht mehr so hoch und so alt werden wie früher, Waldbrände entstehen schneller und sind schwerer zu löschen, u.s.w. Es stellen sich die Fragen „Wo führt das hin?“, „Kann man noch von Nachhaltigkeit sprechen?“, „Handeln wir in verantwortbarer Freiheit?“

Aufruf: Ihr privaten Waldbauern seid im Besitz der Wälder. Ihr steht in besonderer Verantwortung! Gebt eure passive Haltung und das sich auf andere Verlassen auf. Holt euch selbst die sachlich richtigen Informationen. Stellt eure Fragen, Bedenken und Vorschläge, freundlich aber bestimmt und bleibt beharrlich. Zunächst an eure Vorstände hier. Erst wenn sie nicht auf eure Fragen eingehen bildet neue, eigene Gruppen. Wendet euch an die Landes- und Bundesverbände. Darüber hinaus an die Forstlichen Versuchsanstalten in Göttingen und Anderswo. Aus Göttingen könnte Andrea Polle, Friedrich Beese und Franz Gruber alle Professoren und Doktoren, gebeten werden uns hier oder an einem Ort für alle hessischen Waldbauern Auskunft zu geben, z. B. bei einer Podiumsdiskussion mit ausreichend Zeit für Fragemöglichkeiten. Nur solche Wissenschaftler können uns auf den neusten Wissensstand über die tatsächliche Gefährdung unserer Wälder jetzt und in der Zukunft bringen. Die Richtigkeit des Welke Syndroms könnte bestätigt, korrigiert oder als falsch bewiesen werden. Wendet euch auch an die euch naheliegenden Parteivertreter. In gleichem Zuge auch an die USA – Administration. Donald Trump darf die Gesetze zum Schutz der natürlichen Lebensformen und der gesunden Lebensgrundlagen nicht abschwächen oder gar zurücknehmen. Kriege zu führen und den Naturschutz zu schwächen beschleunigen den Niedergang der Wälder, der Lebensformen und der gesunden Lebensgrundlagen. Die Vasallenstaaten und die Wirtschaftskonkurrenten, und das sind Viele, nehmen die Vorgaben doch sofort oder mit einiger Verzögerung bedenkenlos auf. Der Politik sollte klargemacht werden, das bestehende Schutzgesetze die Gesundheit der Wälder noch nicht wiederherstellen konnten. Lasst euren Wald nicht im Stich. Handelt! Entwickelt eure persönlichen Potentiale eigenverantwortlich. Ihr stärkt euch selbst dadurch und eure Verbandsvorstände auch. Ihr gewinnt auch an öffentlichem Ansehen. Wenn wir dann gemeinsam zu Lösungen kommen, stärken wir die Wälder. Nur dadurch kann das Wort „Nachhaltigkeit“ von der Sprechblase zur Tatsache werden. Mir ist bewusst, dass ich beim Welke Syndrom auch irren kann. Bitte arbeitet mit an der Klärung der Sachverhalte, denn das Welke Syndrom ist nach meiner festen Überzeugung ein markanter Fixpunkt im Drama des Niedergangs aller gesunden Lebensgrundlagen.

In Waldverbundenheit

Vorlesung vor den Privaten Waldbesitzern der Kreise Werra- Meißner und Hersfeld- Rotenburg am 08.02.2018 in Sontra- Berneburg

Welke Syndrom 2

Ihr erinnert euch noch an meinen Beitrag zum Welkesyndrom vom Vorjahr, den ich als Kopie hier ausgelegt hatte. Darauf beziehen sich meine weitergehenden Überlegungen, Recherchen und Erkenntnisse. Ich habe viel dazugelernt. Für den nachfolgenden Textinhalt trage ich die alleinige Verantwortung. Am 18.12.17 war ich mit Uwe Paar von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt Göttingen um 10:00 Uhr in Hann Münden verabredet. Im vorausgegangenen Telefongespräch hatte er betont, das er empfänglich ist für Anregungen und im besonderen auch für Kritik, um selbst weiter zu kommen. Er besitzt den Doktortitel und leitet das Sachgebiet Wald- und Bodenzustand und die Redaktion für den Waldzustandsbericht. Mit dem Forschungszentrum Waldökosysteme der Universität Göttingen hat er eine kleine Broschüre zur Hauptproblematik herausgegeben, die es in sich hat. Man kann sie nur über das Forschungszentrum beziehen. Nicht im Buchhandel.

Was wir heute hier erläutern ist sehr ernst. Es geht ums Ganze. Vor 6000 Jahren war die Wüste Sahara noch eine wildreiche Savannenlandschaft. Ich zitiere aus der Bibel, Zacharias, 520 v.Chr, Kapitel 11, Vers 2 und 3: "Klagt ihr Zypressen, denn die Zedern sind umgestürzt, die mächtigen Bäume sind zerstört. Klagt ihr Eichen vom Baschangebirge, denn der dichte und undurchdringliche Wald ist dahin. Hört, wie die Hirten klagen, weil ihre Herden vernichtet sind. Hört, wie der Löwe brüllt, denn sein Versteck, das Dickicht am Jordan, gibt es nicht mehr." Zitatende. Zacharias bat die Zypressen und Eichen zu klagen. Er wusste um die Denk- und Handlungsschwäche und um die Rücksichtslosigkeit der Menschen seiner Zeitepoche. Die mächtigen Bäume und der undurchdringliche Wald sind in den über 2500 Jahren bis heute nicht wieder zurückgekehrt. 1886 begab sich eine Gruppe Bürger aus Niedersachsen zum Herrscher nach Hannover. Sie setzten sich aus Waldinteressierten, Waldfreunden und Waldfachleuten zusammen. Sie überzeugten den Fürsten davon, das durch Abholzung, Brandrodung und intensiver Beweidung zukünftig kein Wald mehr vorhanden sein würde. Noch im gleichen Jahr wurde ein Erlass herausgegeben, der die Waldbeweidung ab sofort, unter Androhung der Todesstrafe, verbot. Andere Herrscher taten es ihm nach. Durch die folgende Hungersnot starben viele Menschen, hauptsächlich Frauen, Kinder und Alte. Wäre das Gesetz nicht gekommen, hätte es noch mehr Tote gegeben. Die Regierung und die Menschen hatten die Probleme zulange unbeachtet gelassen.

Kraftvoll und mutwillig zerstören wir gerade unsere einmalig lebensförderlichen Lebensgrundlagen, wozu auch die Wälder gehören. Wir haben zu lange an einer kirchenreligiös- politisch- wirtschaftlich veralteten und deshalb falschen, gleichförmigen Dauermethodik in der Wirtschaft festgehalten. Mein und unser Ziel ist nicht Panik zu verbreiten sondern möglicherweise gerade noch rechtzeitig gegenzusteuern bei der sonst nicht wieder gut zu machenden verhängnisvollen Entwicklung. Das heute übliche benutzen von Tatsachenverdrehungen, Verdrängungen und Leugnungen bis hin zu gezielten Falschmeldungen ist nicht hinnehmbar; denn die Folgen daraus sind Taten und Versäumnisse, die die Umwandlung der gesunden Lebensgrundlagen in Ungesunde beschleunigend fördern und damit den Niedergang nahezu aller Lebensformen zwangsweise über das einsetzende Dauersiechtum herbeiführen. Die sich ankündigende Umwandlung unseres demokratischen Gemeinwesens in eine Diktatur gehört ebenfalls in dieses Niedergangsszenario. Reinhold Messner sagte am 21.1.18 im TV: "Sternstunde Philosophie": "Von Osten und von Westen wird die Demokratie angegriffen."

Wenn wir die Wälder erhalten wollen, sollten wir das sofort zur zentralen Aufgabe unserer Zeitepoche machen, denn betroffen sind alle Pflanzen einschließlich der Nahrungspflanzen. Wir müssen einen Wandel bewirken. Von den früher sicherlich notwendigen frühevolutionären Lehren und Praktiken, die heute nicht mehr sinnvoll sondern gefährlich sind, könnten wir zu lebensgrundlagenerhaltenden Bedingungen kommen. Diese entstehen im neuevolutionären Vorhaben einer Lebensgestaltung in verantwortbarer Freiheit, auf den neuen Grundlagen von angewandtem gutartigen Wissen, auf den Teilen der Weltreligionen die gutartig sind und auf dem eigenen, persönlichen Gewissen und mit der Vernunft, nicht ohne sie.

Ein Beispiel für Unvernunft: Wirtschaftsminister Wolfgang Schäuble klagte darüber, dass Umweltschützer und Wirtschaftskritiker das wirtschaftliche Vorankommen störten und verhinderten. US amerikanische Regierungsmitglieder wollten die Fakultät Philosophie aus den Universitäten heraus haben, weil sie nichts bringen. In sehr vielen Ländern müssen wir heute beobachten, das gutartiges Denken durch Machtmissbrauch unterdrückt wird. Diese jahrtausende alten Denk- und Handlungsweisen der Machtinhaber sind aber zu einseitig und wie wir jetzt sehen kontraproduktiv. Sie werden jetzt zur Gefahr für die Gemeinschaft.

Zurück zum Thema: Zum Borkenkäfer.

Die Medien berichteten immer, das der Borkenkäfer die Fichtenbäume schädigt und das bei Massenvermehrung auch gesunde Bäume zum absterben gebracht werden. Das ist falsch! Uwe Paar bestätigte, dass der Borkenkäfer keine gesunden Bäume befällt. Es müssen Vorschädigungen stattgefunden haben. Mein Kommentar: Rund 35 Jahre informierten die Medien die Bevölkerung falsch. Wie kam es zu dieser Falschmeldung? 1982 brachte Walter Kümmerly die 5. verbesserte Auflage des Buches "DerWald" heraus. Darin befindet sich der Beitrag "Die Waldzerstörer" von Paul Bovey. Auf Seite 189 schreibt er, das auch gesunde Bäume befallen werden. Und weiter: Zitat: "Das ist besonders bei Massenvermehrungen unserer rindenbrütenden Borkenkäfer, des Buchdruckers, Ips typographus, nach Trockenheit oder heftigen Stürmen, der Fall. Seine Populationen erhöhen sich in diesem Falle rasch, und die einbohrversuche der Käfer in gesunde Stämme häufen sich so sehr, das eine Schwächung der Bäume erfolgt und ihre Besiedelung möglich wird." Zitatende. Als ich das damals las, war ich mir ziemlich sicher, das dies falsch sei. Bei optimalen Saftstromverhältnissen ist der Zellinnendruck des Baumes so stark, das die Eier nicht eingebracht werden können. Sie werden von dem austretenden Zellsaft wieder nach außen gedrückt. Dadurch konnten die Bäume unbeschadet mehrere Millionen Jahre auf der Erde wachsen. Dieser Vorgang trifft auch auf die Kastanienminiermotte und den Buchenspringrüssler zu. In der Vegetationsperiode 2017 trat der Buchenspringrüssler nur zu Beginn des Blattaustriebes im Mai bis Juni auf, später nicht mehr. Es herrschte überwiegend wolkiges, regenreiches Wetter vor, sodass die Bodenfeuchtigkeit immer optimal war, bei nicht zu starker Lichtintensität. Seit vielen Jahren gelang die Eiablage diesmal nicht. Der Zellinnendruck kann gemessen werden. Hier herrscht noch Forschungsbedarf oder es besteht ein Informationsdefizit gegenüber dem Souverän, also der Gesamtbevölkerung. In den USA wird der Gefäßbündelinnendruck an den Mammutbäumen gemessen. Von den Ergebnissen hat man noch nichts erfahren. Vielleicht kann Chuck Leavell uns dazu etwas berichten oder zur Klärung beitragen.

Zu den Pilzen und Flechten an Eschen, Kiefern, Douglasien und anderen Nadelbäumen bei uns und an Bäumen in tropischen und subtropischen Gebieten.

Die sichtbaren Schäden wie Triebsterben, Wipfeldürre, Rindenschäden und das absterben von Bäumen werden von den Medien immer wieder auf die verschiedenen Pilzarten als Verursacher zurückgeführt. Das ist falsch! Die Pilzbesiedelung kann nur erfolgen, wenn die Oberflächen beschädigt wurden. Das ist bei wiederholten Anätzungen gegeben und wird durch Wassermangel in der gesamten Pflanze noch verstärkt. Die Pilze erledigen die ihnen von der Evolution zugekommene Arbeit. Sie leben von krankem und totem organischem Material. Die Annahme der Medienberichterstatter, der Klimawandel und die Witterungsextreme seien Schuld am allgegenwärtigen Pilzbefall ist strikt zurück zu weisen weil scheinsachlich. Die Zunahme der Flechten hat dieselbe Ursache, nämlich die vorangegangene Schwächung des Baumes, wobei die Metalloxyde aus den Niederschlägen bei optimaler Außentemperatur hier eine ausschlaggebende Rolle spielen.Der Waldzustandsbericht enthält noch weitere sachliche Ungereimtheiten auf die ich hier nicht weiter eingehen möchte weil noch Forschungsbedarf besteht.

Auf meine Frage, ob politische Einflussnahme beim Inhalt des Waldzustandsberichts vorliegt, antwortete Uwe Paar: "Nein, kein Minister hat in all den Jahren in denen ich beim vorlegen des Berichts dabei war, je Druck ausgeübt oder Änderung verlangt." Der Bericht ist vielfältig und kompliziert. In vollem Umfang kann er nur von Fachleuten verstanden und gewertet werden. Er ist ein Wunderwerk. Mein Vorschlag: Es könnte ein zweiter, verkürzter und verständlicherer Waldzustandsbericht verfasst werden, den jeder verstehen kann. Ich glaube, das dann die Bevölkerung wieder mehr Interesse am geschehen haben würde. Er müsste die erwiesenen, stimmigen Tatsachen erklären. Aber nicht im Stil von Förster Wohlleben!

Wodurch entstehen die Schäden und Schwächungen?

Die erkennbaren Schäden an den Bäumen, wie im Beitrag zum Welkesyndrom beschrieben, gehen möglicherweise auf mehrere ungünstige, krankmachende Ursachen zurück! Uwe Paar und ich diskutierten eineinhalb Stunden. Im wesentlichen ging es um diesen Punkt. Mir wurde endgültig klar, das die Mehrfachschwächungen zunächst gar nichts mit dem Klimawandel zu tun haben.

Die erste Hauptschädigung: Uwe Paar und Mitarbeiter haben nachgewiesen, das die Stickstoff- Dioxidmengen von Ammonium und Nitrat in zu hohen Konzentrationen im oberen und mittlerem Bodenbereich vorliegen. Sie stammen aus Verbrennung und gelangen so in Regen, Schnee, Tau und Nebel. Die Forschungen brachten zum Teil unwiderlegbare Fakten. Ich zitiere aus der Broschüre von Paar: Titel: "Untersuchungen zum Einfluss von Ammonium und Nitrat auf wurzelphysiologische Reaktionsmuster der Buche." Das klingt gespreizt; es wurde eingehend das Wachstum von Buchen im Wald bei Zierenberg untersucht. Die Arbeiten wurden vom Forschungszentrum Waldökosysteme der Universität Göttingen durchgeführt. Zitat von Seite 83: "Die reine Ammoniumernährung führt zu den geringsten Calciumgehalten in sämtlichen Pflanzenkompartimenten und zu den geringsten Magnesiumgehalten im Sproß, in der Hauptwurzel und in den Seitenwurzeln." Zitatende. Ein weiteres Ergebnis: Buchenwurzeln nehmen vorrangig Ammonium und zweitrangig Nitrat auf. Beide Stickstoffdioxydformen müssen aber vorliegen. Ammonium in erhöhten Mengen verträgt sich nicht mit Kalium. Paar Zitat von Seite 114: "Bei überwiegendem zu hohem Ammoniumangebot wird zudem die Speicherkapatzität für Kationen reduziert." Zitatende. Die Folge davon ist eine geringere Kaliumaufnahme. Im Extremfall wird das Kalium sogar wieder zusammen mit Wasser aus der Wurzel ausgeschieden. Bei dieser Konstellation vermute ich, dass insgesamt weniger Ionen der Kationenelemente aufgenommen werden können. Hier herrscht noch Forschungsbedarf. Bekannt ist den Forschern, das bei Kaliummangel die Öffnungs- und Schließbewegungen der Atemöffnungen behindert werden, was laut Paar zu Wasserhaushaltsstörungen führen kann. Optimale Nährstoffaufnahme und Speichermengen- Verhältnisse entstehen nur bei spezifischem Ammonium- Nitrat- Mengenverhältnis und in mäßiger Mengenvorlage. Durch die ganzjährig stattfindenden Fremdstoffeinträge auf die Pflanzen und Böden wird das Minimumgesetz außer Kraft gesetzt. Nur dessen Einhaltung ist aber der sichere Garant für optimales Wachstum. Die heutige Zwangsbeeinflussung des Wachstums untergräbt den Gesundheitszustand aller Pflanzen und ist total unnormal als Dauerzustand. Diese Forschungsergebnisse empfinde ich als sensationell und geradezu genial. Sie nehmen mir meine durch mangelndes Wissen über Jahre hinweg aufgebauten Spannungen. Nur mit solchem Tatsachenwissen können wir angemessen gegensteuern. Wir haben es mit einer Dauerfehlernährung aller Pflanzen zu tun und das erdweit. An den gigantischen Mengen von Ammonium und Nitrat in Luft und Böden hat nach meiner Meinung die Landwirtschaft nur einen verschwindend geringen Anteil.

Die zweite Hauptschädigung: Eine meiner Fragen lautete: Wo kommen die die Oberflächen verätzenden und aufrauenden Stoffe in den Niederschlägen her und welche Stoffe sind es genau? Von 4 Stellen, darunter eine gipsverarbeitende Firma bekam ich bereitwillig Auskunft. Chemikern ist bekannt, dass beim Verbrennen von organischer Masse wie Holz zusammen mit heizwertreichen Brennstoffen wie Kunststoff das freiwerdende Phosphat mit dem Luftstickstoff zu der Gipsform Calciumsulfat -CaSo4- reagiert. Das ist eine sauer reagierende Schwefelform. Diese Erkenntnis zwingt mich zu sofortigem Handeln. Von dieser Stelle aus appelliere ich an die neue Bundesregierung mit der Bitte um sofortige Berücksichtigung: "Der Kohleausstieg ist richtig. Er ist aber weniger wichtig als der Ausstieg von den Millionen ungeregelten Kachelöfen und den Milliarden Tonnen müllverbrennenden Energiegewinnungskraftwerken. Bei beiden Verbrennungsarten fällt zu viel Calciumsulfat an. Das schwächt und schädigt alle Freiland- Planzenbestände hier und erdweit. Wenn ein Ausstieg nicht erfolgen soll, müssten sofort Katalysatoren, Abgaswaschanlagen oder Sonstiges zur Neutralisierung der gesamten Calciumsufat Menge installiert werden. Als Sofortmaßnahme könnte auch die Gesamtverbrennungsmenge halbiert werden. Wenn die Betreiber das nicht wollen, müssen sie für die Gesamtschäden aufkommen und haften. HNA vom 3.2.18: China schaltet derzeit 10.000 Fabriken und Heizkraftwerke für 4 Monate ab.

Die dritte Hauptschädigung ist eine Vermutung von mir: Durch die Anätzung der Blatt- und Nadeloberflächen durch Calciumsulfat werden möglicherweise die unter den Außenzellschichten liegenden lichtdosierenden Röhrchenzellen, die mit wechseltrüber Flüssigkeit gefüllt sind, in ihrer Funktionstüchtigkeit geschwächt, sodass sie die Durchlässigkeitseinstellung für die optimale Lichtmenge nicht mehr exakt dosieren können. Als Belastung kommt vermutlich noch hinzu, das die Sonnenlichtintensität zunimmt wegen der Zerstörung des Ozonmantels in ca. 20 km Höhe rund um den Globus. Paar dazu: "Das Thema wird von anderen Forschungseinrichtungen bearbeitet." Und "hier herrscht noch Forschungsbedarf." Ich wies darauf hin, dass die Öffentlichkeit von solchen Bemühungen noch nie etwas erfahren oder gehört hat und dass dies nicht richtig ist. Würde die Vermutung stimmen, wäre klar, warum die Bäume die stofflichen Nährlösungen nicht mehr bis in die oberen Kronenzweige befördern können. Zumal die aufzunehmende Nährlösung wegen falschem Stoffangebot, zu viel Ammonium, Nitrat und Calciumsulfat, nicht mehr stimmig im Säuregefälle ist.

Die vierte Hauptschädigung: Die im obigen Welke Syndrom Artikel beschriebene spontane Schädigung der Bäume durch die Witterungsfolge Bodentrockenheit-Niederschlagseintrag und danach gleich Sonnenlichtmaximum, erzeugt nach diesem Ereignis Vergilbungen unterschiedlichen Grades, wie Blatt- und Nadelverformungen und erkennbare Welkestadien! Es volllziehen sich Zellinhaltsentleerungen, also Plasmolyse-Stadien. Uwe Paar erkannte das als weiteres Schädigungsereignis an. Paar: "Hier besteht noch Forschungsbedarf."

Uneinigkeit herrschte nur in dem Punkt "Ozonzerstörung in den oberen Luftschichten". Paar verwies darauf, das die FCKWs verboten wurden und dadurch die Gefährdung nicht mehr gegeben ist. Für mich besteht noch die Tatsache, das manche Forscher die Stickstoffdioxyde NOx als mögliche Zerstörer in Verdacht haben. Solange der Sachverhalt ungeklärt ist, bleibe ich bei der Auffassung, dass mit den Jahren die Sonnenstrahlen heißer auf Oberflächen treffen als heute. Auch ist nicht klar, ob die sogenannten Ozon-Minilöcher künftig eher zu oder abnehmen.

Uwe Paar wie auch Franz Gruber meldeten bei mehreren Forschungsfeldern Forschungsbedarf an. Da diese neu hinzu kämen, fehlen dafür die finanziellen Mittel. Wir alle könnten helfen, indem wir die zuständigen Landes- und Bundespolitiker um finanzielle Aufstockung der Etats bitten. Göttinger Forschung hat bisher viel geleistet und sollte deshalb, weil bereits viel Erfahrung vorliegt, nicht durch fehlende Gelder zurückfallen. Wir alle brauchen jetzt und künftig die neuesten Forschungsergebnisse.

Die vier beschriebenen, möglichen und tatsächlichen Hauptschädigungen haben schwere Folgen für die gesamte Vegetation, für die Tiere und auch für uns Menschen. Das darf kein Dauerzustand bleiben, denn die Nahrungspflanzen sind auch betroffen. Fast alle im Welkesyndrom beschriebenen Schadensmerkmale wurden von Uwe Paar als richtig anerkannt und sind in Teilen durch seine Forschungsergebnisse begründbar und erklärbar geworden. Besonders bemerkenswert war die Bestätigung der Wurzelrückbildungen. Die Forscher Ganelkov 1973, Vogt 1986 und Paar wiesen an den Buchenstandorten nach, das mit steigender Nährstoffversorgung eines Standortes die Menge an lebender Wurzelmasse abnimmt. Das bedeutet mangelnde Möglichkeiten zur Wasseraufnahme bei austrocknenden Böden und vermehrter Windwurf schon bei schwächeren Stürmen oder bei Schnee- oder Regenlasten. Diese vier Formen der Schädigung sind der Kern des Welkesyndrombegriffs in Bezug auf Bäume und Pflanzen.

Sie bewirken aber auch das Insekten- und Vogelsterben in hohem Maße mit. Darauf hatte ich schon seit Jahrzehnten erfolglos hingewiesen.

Zu unseren Medienvertretern:

Bei den Medienvertretern klafft Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. Ulrich Stock schrieb in der Wochenzeitung "Die Zeit" Nr. 53 vom 20.12.17 in dem Artikel "Z wie Zweifeln": Zitat: "Geht es indes um die Qualität von Texten, sollte man nicht glauben, sondern Wissen, und der Weg dahin ist das Zweifeln." Und weiter: "Keine Information ungeprüft zu übernehmen zählt zum journalistischen Handwerk. Das klingt einfacher als es in der Praxis manchmal ist. Wer schreibt, muss genau recherchieren und präzise formulieren." Zitatende. Es besteht eine merkwürdige Zurückhaltung und mangelnde Recherchegenauigkeit bei den Informationsmedien. Rund 40 Jahre Falschmeldungen beim Borkenkäfer. Von den Wurzelrückbildungen und vielem Anderen wurde gar nicht berichtet. Halbwahrheiten und Nichtbeachtung vieler Probleme nehmen einen zu breiten Raum ein. Wir haben es mit einem Versagen der Medien zu tun, was unserem demokratischen Gemeinwesen Schaden zugefügt hat und noch weiter zufügt. Probleme dieser Größenordnung sollte man rechtzeitig angehen, und dazu braucht man rechtzeitig die Kenntnisse über den tatsächlichen Sachverhalt. Das Verhalten der Medienmacher gegenüber der Öffentlichkeit war nicht richtig. Aus Gründen der Fairness muss festgestellt werden, dass das Verhalten der Bevölkerung auch nicht richtig war. Wir, ich schließe mich mit ein, haben uns nicht genug um die erkennbaren Fehlentwicklungen gekümmert, die wir ja unseren Politikern hätten mitteilen müssen um so Zuwendung und Auseinandersetzung mit den Missständen zu bewirken. Wir alle haben nicht in verantwortbarer Freiheit gehandelt. Allgemeine Ratlosigkeit zu pflegen nutzt aber auch niemandem. Franz Müntefehring riet uns im TV Phoenix Presseclub am 4.2.18: "Es gibt nichts Gutes außer man tut es" und wir sollten Zuversicht in die Gestaltungskraft für die Zukunft haben, dann würde es auch gelingen. Und Papst Franziskus: "Verlasst euch getrost auf Nächstenliebe, Vertrauen und Brüderlichkeit, denn das sind die Werte, die euch zuverlässig den Weg zum Glück zeigen.“ Wir, der Souverän, erkennen aber gerade das zu viel Gestaltungskraft für die Herbeiführung des Totalniederganges aufgewendet wird. Darin können wir keine gute Zukunft erkennen.

Wie soll es hier bei uns Waldbesitzern und Waldfreunden weitergehen?

Die Schadereignisse nehmen eher noch zu als ab. Aus dem Spiegel Nr. 42 vom Vorjahr 2017 entnehme ich, das durch den Sturm Xavier rund 2 Millionen Bäume umgestürzt sind oder stark geschädigt wurden. Das Sturmtief "Friederike" am 18.1.18 hat 1 Million Bäume getroffen. Dadurch, dass Windbruch und Windwurf nicht mehr zu 100% als Naturkatastrophen anzusehen sind, müssten die Verursacher für die Schäden aufkommen. Die Stürme, die Trockenheiten und die Unwetter werden von uns Menschen verursacht und werden immer häufiger und stärker. Die Wurzelrückbildungen erfolgen zwangsläufig durch zu viel Stickstoffdioxyde im Boden und die Oberflächenverätzungen ergeben sich durch das Calciumsulfat in den Niederschlägen. Die Schäden sind nicht von Gott gesandt, sondern Tätern anzurechnen, und somit einklagbar. Das darf aber nicht das oberste Ziel sein! Oberstes Ziel muss dringlichst die Senkung der Giftstoffmenge in der Atemluft sein. Die politisch festgelegten Grenzwerte haben ihr Ziel, die Gesundheit der Pflanzen zu sichern, nicht erreicht. Wir alle sollten bestrebt sein, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf dieses Problem zu lenken. Politiker als Macher, Wissenschaftler als Wahrheitsbringer aus den Tatsachen, Medien als Verkünder neuer Erkenntnisse und Vermittler neuer Notwendigkeiten und wir Alle und jeder Einzelne sollten daran mitwirken. Die privaten und die staatlichen Umweltschützer müssen aus ihrem Tiefschlaf geweckt werden. Man könnte wirkungsvoll eine oder mehrere außerordentliche Mitgliederversammlungen einberufen. Hochrangige Gäste aus den genannten Kreisen einladen. Dazu noch Vertreter aus Landwirtschaft, Gewerkschaft, Unternehmen, Philosophie, Kunst und Kirchen sollten eingeladen werden. Zuvor sollten wir Philipp zu Guttenberg, Berlin, hierher zu uns bitten, um bei ihm Rat einzuholen, wie es weitergehen soll. Wir können dann Vorschläge einbringen. Unserer Christian Raupach hat einen guten Anfangsbeitrag dazu bereits geleistet.

1.11.17: TV hr3, 19:15 Uhr, "Alle Wetter", Thomas Ranft befragt Christian Raupach nach dem derzeitigen Waldzustand und bezieht sich auf den Waldzustandsbericht 2017. Nach der Sendung notiere ich mir aus dem Gedächtnis: "Raupach führt nicht die Trockenheit als Schädigungsgrund an, auch nicht den Borkenkäfer, und er sagt: "übermäßige Samenbildung hat keine Schwächung zur Folge." Alles richtig. Wenn wir in diesem Sinne weitermachen, haben wir möglicherweise das Recht und den Erfolg auf unserer Seite.

Warum spreche ich euch an?

Ich könnte auch zu den zuständigen Verwaltungsbehörden gehen oder zu den Umweltverbänden. Weil ihr die tiefste Verbindung sowohl beim Materiellen wie auch beim Emotionalen zum Wald habt. Weil ihr Waldeigentümer seid!

In der Bibel steht bei Habakuk, 640 v. Chr., er wendet sich hier an den Herrscher, Kapitel 2, Vers 17: "Du hast den Libanon abgeholzt und sein Wild ist ausgerottet. Das kommt dich teuer zu stehen. Du hast Menschen umgebracht und all ihre Städte und Länder vewüstet, dafür wirst du büßen müssen." Diesen beschriebenen Zustand haben wir in kontinuierlicher Steigerung bis heute über die gesamte Erdoberfläche ausgedehnt. Alle gesunden Lebensgrundlagen haben wir Menschen, nun von allen Ländern ausgehend, in unverantwortbarer Freiheit zum Ungesunden hin verändert. Kein Gott hat die jeweiligen Herrscher bestraft. Mit solchem Fehlverhalten bestrafen sich die Menschen der jeweiligen Kulturepoche immer nur selbst. Aufschub der Problembewältigung wäre ein Verbrechen an allem Lebenden. Amos 5, Vers 13, schreibt: "Wer klug ist, der schweigt in einer solchen Zeit." Das ist krass falsch. Diese Aufforderung zum ausleben des in uns liegenden Herdentriebverhaltens ist kein guter Rat. Besser ist es, sich den Problemen unverzüglich zu stellen. Das gilt für jeden Einzelnen. Was keine Tierart schafft, schaffen wir Menschen: die komplette Vernichtung unseres eigenen Lebensraumes. Das darf nicht unter dem Deckmatel der Alternativlosigkeit oder "der liebe Gott wird es schon richten" und "weiter so", hingenommen werden. Es gibt genug Alternativen. Wir müssen sie nur entwickeln, annehmen und durchführen.

Das folgende Politische ist genauso wichtig wie das Fachliche, deshalb muss ich darauf eingehen. Kein guter und richtiger Rat war es, den Michael Prinz zu Salm-Salm in Pirsch Nr. 4 in 2006 gab. Zitat: "Nur regelmäßige forstwirtschaftliche Maßnahmen von Jugend an führen zu einer Steigerung der Vitalität und Stabilität der Waldbestände." Zitatende. Tatsächlich ging die Vitalität von diesem Zeitpunkt an bis jetzt drastisch zurück! Philipp Franz zu Guttenberg sagte im HNA Interview am 30.12.15: Zitat: "Wir sind mit unserer nachhaltigen Forstwirtschaft schon weltweit vorbildlich." Zitatende. Von Nachhaltigkeit kann keine Rede mehr sein. Politisch findet derzeit erdweit ein drängen nach dem starken Mann und nach Zerstörung statt. Das periodische Wiederkehren des totalen Niedergangs liegt am falsch begründeten Weltwirtschaftssystem. Der Zwang zu dauerhaftem Wachstum, der sich aus unserem Wirtschaftssystem ergibt, kann uns nun, wenn weiterhin nichts geschieht, zum Verhängnis werden. Der starke Mann soll alle Probleme lösen. Die Sehnsucht danach stammt ursprünglich und evolutionsbedingt aus dem Herdentriebverhalten der Tiere und aus der brutalen Erziehung der Kinder nach dem Vorbild des gewaltsamen Abrichtens von Tieren in der Vergangenheit. Das konnte auch nicht anders sein, weil wir selbst aus den Tierstämmen hervorgegangen sind. Festgehalten und festgeschrieben als Lehre wurde diese Tatsache von den Schreibern des Alten Testaments der Bibel. Diese Geisteshaltung ist in der jetzigen Kulturepoche aber unangebracht. Der Zusammenhalt der heutigen, weiterentwickelten Menschen ist differenzierter zu sehen. Der rund achzigmillionste Teil aus der deutschen Menschenherde, das bist du und damit bist du mit zum 80millionstel Teil verantwortlich für das, was geschieht und wie anstehende Probleme am besten gelöst werden können. Alle Bewohner zusammen sind der Souverän. Unsere Überlegenheit beziehen wir aus der gigantischen Menge der gutartigen Ideen, die sich durch den Einzelnen, der sie hat, äußert. Man beachte die hervorragenden Beiträge der Leserbriefschreiber. Das sie zensiert werden, ist falsch und grundgesetzlich verboten. Viele Menschen schreiben deshalb keine mehr. Ich gehöre zu diesen. Der Einzelne darf in seiner gutartigen, geistvollen, ideenreichen und weiterführenden Entfaltung nicht durch Behinderungen geschwächt oder eingeschränkt werden. Bei Unterdrückung des Einzelnen aus den Vielen sinkt die Menge der Ideeen und der Wille zum Guten sinkt anteilig einseitig in der Gesamtbevölkerung. Einsatzfreude, Durchhaltevermögen, Ideen für Richtiges, besseres, gesetzestreueres Verhalten und die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung verringern sich. Verlogenheit und Brutalität treten in den Vordergrund. Würde ich als Einzelner gegen die Leserbriefzensur klagen, würde ich vor Gericht sicherlich verlieren. Würde eine große Gemeinschaft wie die ev. Kirche, die Gewerkschaften oder einer der großen Unternehmervebände oder eine der Parteien dagegen klagen, wäre die Gewinnchance deutlich höher. Dabei wird deutlich, das nicht Starrheit und Rückgriff auf das alte Falsche, weiterführend ist, sondern nur die gutartige erneuernde Beweglichkeit bei Wort und Tat. Wir haben heute eine völlig andere Ausgangslage. Weil unsere Kirchenvertreter von der jesuanischen Lehre zu Wächtern über die Fehlentwicklungen auf der Erde bestimmt wurden, können sie sich hier profilieren. Wenn wir alle jetzt nicht aufpassen, und stattdessen weiter gleichgültig reagieren, könnte wieder ein gefeierter Menschentyp wie Herr Adolf Hitler Sieger werden. Mein Großvater nannte ihn "einen Lausejungen, der nicht an die Regierung gehört." Der möglicherweise kommende neue, nunmehr Weltdiktator, natürlich ein Genie, wird, wenn er sein Gewaltorgienwerk vollbracht hat, sagen: "Die Weltbevölkerung ist meiner nicht würdig." Wenn das geschieht, sind unsere Lebensgrundlagen für Jahrhunderte bis Jahrtausende für alle Lebewesen krankmachender geworden und die Wälder der Erde sind hin. Der Zustand unserer Lebensgrundlagen erlaubt keine weiteren Belastungen mehr. Der das Gute zu Grunde legende, abwägende, nachdenkliche, kritische, verantwortungsbewusste und sein Tun überprüfende Mensch wird durch die Diktatur kaltgestellt. Das darf nicht sein. Hier sollten wir alle klare Entschiedenheit zeigen. Es darf nicht sein, das die Geschicke von Pflanzen, Tieren und Menschen in die Verantwortlichkeit von Sachunkundigen, Lügnern und Verrückten gerät.

Es mögen bei den Waldbränden 2017 in Kalifornien etwa 770 Brandherde gewesen sein, die vielleicht von 7770 Feuerwehrleuten gelöscht wurden. Die Brände waren vermutlich überwiegend von Menschen gelegt worden. Grund für die Taten könnte unter Anderem Frustabbau, Geltungsdrang, Rache an der bösen Gesellschaft oder Arbeits- und Umsatzbeschaffung gewesen sein. Dieses Verhalten könnte künftig erdweit nachgeahmt werden und in Revolutionen und Kriegen noch verstärkt werden. In Südamerika und in Afrika läuft das bereits in diese Richtung. Man könnte das den Herden- Trampel- Effekt nennen. In einer solchen menschlichen Fehlverhaltensphase kann niemand mehr die Wälder schützen und auch nicht unsere bereits versehrten Lebensgrundlagen. In dieser Situation müssten Wege für die Gesamtproblematik gefunden werden, die friedlich, aber mit komprimiertem Nachdruck zum Guten und für alle zum Richtigen führen und mit freundlichem, aufeinander zugehen zu bewältigen sind. Dazu gehören Disziplin und klares, vernünftiges, sachliches denken und handeln. Nicht Schuld und Schuldige suchen, denn das sind wir letztlich alle, sondern fragen, was kann ich persönlich tun, und was kann ich mit anderen zusammen tun, ist angesagt.

Ich nenne ein Beispiel, wie wir es machen könnten wenn die Mehrheit von euch damit einverstanden wäre: US Präsident Trump rief den Menschen in allen Ländern der Erde zu: "Amerika first, Amerika first, Amerika first." Wir antworten ihm und seinen Repräsentanten und Senatoren "World Forest first, World Forest first,World forest first." Chuck Leavell könnte unser Vermittler sein. Seine Liebe zu den Wäldern werden wir an seiner Zustimmung und Mitarbeit testen. Wir hessischen und deutschen Waldbesitzer und Waldfreunde rufen die Waldbesitzer in allen Ländern der Erde dazu auf, das dreimalige "World Forest first", der Wald zuerst, zum weltweiten Schlachtruf zu machen und daraus Hilfsprogramme zur Senkung der Fremdstoffe in der Atemluft praktisch durchzusetzen. Mister Trump will 25 Milliarden Dollar für eine Mauer ausgeben um sich gegen „mexikanische Banditen“ zu schützen. Das Geld, und das dürfen wir ihm ernsthaft nahelegen, sollte für die Fruchtbarmachung der US amerikanischen Wüstengebiete ausgegeben werden. Wenn er den Llano Estacado, die Gila- Wüste und die Mojawe Wüste mit entsalztem Meerwasser, mittels regenerativer Energien gewonnen, zu fruchtbarem Land gemacht hat, dann, und erst dann, werden wir "Amerika first" rufen. Zuvor müssten aber dort die Giftstoffmengen in der Luft gesenkt werden, weil sonst keine Fruchtbarkeit zu erwarten ist.

Alle Menschen, die eine positive Gesinnung für Bäume und Wälder haben, dürfen nicht abgestoßen werden. Sie können und sollten für unsere Sache gewonnen werden. Fest bin ich davon überzeugt, wenn wir jetzt wieder, wie unsere Vorfahren in allen Jahrhunderten zuvor, den Konflikt- und Gewaltschürern nachgeben oder sogar folgen, können wir die Wälder und vieles darüber hinaus nur noch abschreiben. Wir wollen Politiker und Wissenschaftler unterstützen, die die gesunden Lebensgrundlagen, so wie wir, an die erste und oberste Stelle ihres Denkens und Handelns setzen. Wir brauchen aber auch die in der Gesamtbevölkerung, dem Souverän, steckenden vielen klugen Einzelpersonen mit ihren weiterführenden und problemlösenden, oft gerechten, Gedanken. Es müssten auch die Wissenschaftler/innen und die Medienvertreter wieder völlige Unabhängigkeit und gewissentliche Entscheidungen möglich gemacht werden. Mit der Diktatur verlieren wir diesen wichtigen Gegendruckpol und erhalten statt dessen Brutalität, Gewaltherrschaft, Unterdrückung, Würdelosigkeit und Totalerniedrigung. Kampf und Siechtum wird dann zu unserer Lebensart. Bewirkt durch die auferlegte Leitkultur. Wir können uns sicher sein, dass das nicht den staatlichen Gesetzeswerken, den allgemeinen guten Sitten oder dem Geist der jesuanischen Lehre entspricht und nicht den Menschen, Tieren und Pflanzen dienlich ist. Je länger wir zögerlich verharren, desto größer und unlösbarer werden die Probleme. Unser großes Ziel ist es doch, ein Leben in verantwortbarer Freiheit, nicht in unverantawortbarer Freizügigkeit, für alle Menschen möglich zu machen und dadurch die Lebensgrundlagen gesund zu erhalten. Nach Joseph Beuys bringt die Stärke der "Ich Kraft" uns wieder auf den guten und richtigen Kurs. Beim Ausleben der Ich Kraft lasst uns daran Denken, dass möglicherweise der Planet Erde die Arche Noah des Weltalls ist.

Danke, das ich hier sprechen konnte und tiefen Dank an die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen die sich in so intensiver Weise um den Gesundheitszustand unserer Wälder bemühen. Besonders dankbar bin ich auch den Kommunal-, Landes- und Bundespolitikern dafür, das ich ungehindert aussprechen kann was ich fühlend und wissentlich Denke. Auch Wolfhard Austen bin ich dankbar für sein Internetportal http://www.freies-forum-wmk.de. Dort möchte ich diesen Beitrag baldmöglichst platzieren.

Ich hoffe, dass mein Beitrag unserer Sache dienlich sein wird.