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Waldschwächung durch Förster Peter Wohlleben und die Medienpolitik

 

Waldschwächung durch Förster Peter Wohlleben und die Medienpolitik

1. P.W. sagte am 24.01.2020 im TV, ZDF, bei Markus Lanz: „Es finden Stoffströme von den alten Buchen zu den Jungen statt. Durch radioaktive Impfung kann man sehen, dass die Alten die Jungen mit ernähren!“ Dies ist grob unzutreffend. Richtig ist, weil jederzeit beweisbar, dass ätzende Wasserniederschläge Blatt-, Nadel-, und Wurzeloberflächen beschädigen, sodass stoffliche Auswaschungen stattfinden. Diese Stoffe wirken im Boden dann als zusätzlich gegebene Nährstoffe, die vom wachstumsgetriebenen Jungwuchs und dem Pilzgeflecht (Mycel) aufgenommen werden. Beide haben dann oft unnormal starken Zuwachs. Der Altbaum wird aber geschwächt durch den elementarstofflichen und molekularen Aderlass. Damit ist Tatsache, dass keine Altbuche Nährstoffe freiwillig von sich aus an den Nachwuchs abgibt.

2. P.W.: „Die Wälder sind heruntergewirtschaftet!“ Dieses Urteil ist äußerst oberflächlich und falsch. Richtig ist, dass seit Jahrzehnten erkennbar kranke Bäume entnommen und verkauft wurden. Durch die zunehmende Anzahl kranker Exemplare in den letzten Jahren wurde und wird bis jetzt zuviel Altholz entnommen, sodass die Sonnenstrahlen nun direkt auf den Waldboden treffen, ihn stark erwärmen und dadurch schnell austrocknen. Nun leidet auch der normalerweise trockenstabile Jungwuchs. Die Wälder werden also falsch bewirtschaftet. Dafür gibt es auch noch andere Belege! Der Niedergang der Wälder wird dadurch gefördert. Das liegende und das stehende Totholz muss im Wald verbleiben. Es spendet noch etwas Schatten, speichert Wasser und Nährstoffe und kühlt die bodennahen Luftmassen sowie den Unterboden. Auch wird dadurch die Samenkeimung gefördert und die Ansiedlung der Krautschicht begünstigt. Dies wäre eine enorme langzeitliche Starthilfe für den Jungwuchs. Weil die schädigenden Faktoren zunehmen, müssen die fördernden Maßnahmen ebenfalls zunehmen!

3. P.W.: „Ich setze voll auf Emotion und Optimismus!“ Eine solche geistige Einstellung ist in dieser verheerenden und hochproblematischen Ausgangssituation nicht hinlänglich ausreichend. Es ist grob fahrlässig den Wäldern und den Menschen gegenüber. Hinterfragender Pessimismus und zu Taten führender Optimismus sollten sich 50 zu 50 die Waage halten, um zu einer vernünftigen Einschätzung der Sachlage zu kommen. Grundlage hierzu muss die Suche nach der Wahrheit aus den Tatsachen, die zu den Schwächungen der Bäume führen, sein. Ohne Sachlichkeit kann kein Problem richtig gelöst werden. P.W. hinterfragt nicht, er setzt die Wissenschaftler sogar herab. Nur auf Gefühlsregungen und freudige Zuversicht zu setzen, heißt, wichtige Tatsachen zu ignorieren und Probleme keiner zufriedenstellenden Lösung zuzuführen. Wohlleben hat die fremdstoffliche Belastung der gesamten Vegetation in seinen Veröffentlichungen konsequent unberücksichtigt gelassen. Dies ist auch in psychologischer Hinsicht nicht zielführend. Emotion und Optimismus können, sollen und müssen sein. Sie aber durch einseitige Sicht überzubewerten kann verhängnisvolle Folgen haben, weil sie uns beim sehen, erkennen und bewusstwerden der Sachverhalte behindern. In einem Spiegel- Bestseller von Albrecht Müller steht: „Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst!“

4. Es gibt noch weitere Fehler in seinen Ausführungen, die wissenschaftlich sofort als solche bewiesen werden können. In der „Hörzu“ Nr. 4 vom 17.01.2020 Seite 10 wird Wohlleben gefragt, wie es dem Wald wirklich geht. Er sagt: „Dem echten Wald geht es gut.“ Dies stimmt nicht, denn es geht ihm nicht gut!!! An anderer Stelle beschwört er den Mischwald als stabil. Diese Waldanbauform würde wieder zu gesunden Wäldern führen. Man müsste nur auf die Monokulturen verzichten. Das ist falsch, denn in Mischwäldern und in alten, unberührten Reservaten zeigen die Bäume die gleichen Schwächemerkmale wie in den Monokulturen. Es gibt keine gesunden Alt- und Mischwälder mehr. Die kranken Bäume sind auch von Laien, ohne Mikroskop, erkennbar stark geschwächt, und das auch in Jahren, in denen keine Trockenheit herrscht. Die Bäume können gar nicht mehr alt werden. P.W. am 27.01.2020 in der HNA: „Die Natur macht das schon. Sie braucht uns nicht. Wir brauchen sie.“ Das ist voll daneben! Ja, wir brauchen die Natur. Aber in einer Zeitepoche, in der wir Menschen die Wüstenbildung im großen Stil vorantreiben und nahezu alle Lebensformen durch Fremdstoffe schwächen, krankmachen und zum Absterben bringen, brauchen die Lebensformen uns. Eine außerirdische Arche Noah gibt es nicht. Er hat immer noch nicht begriffen, wie verheerend das Wirken von uns Menschen auf der Erde ist.

5. Peter Wohlleben hat sich mit seiner romantischen Sicht auf den Wald und seine Art, die Abläufe vermenschlichend zu beschreiben in sofern verdient gemacht, als das er den Wald wieder vielen Menschen nahe gebracht hat. Die Beschreibung seiner Schönheit, seiner vielfältigen Funktionen, das Zusammenspiel mit den Elementen, seinen Wert und die Harmonie des Gesamtensembles wurden so dargestellt, das sich Millionen Menschen wieder an ihm freuen können und teils sogar begeisterte Waldfreunde wurden. Das ist eine anerkennenswerte große Leistung. Den Bäumen selbst wurde damit aber nicht geholfen!

6. Die starke Emotionalisierung des Themas Waldzustand darf nicht allein Peter Wohlleben angelastet werden. Sie stammt von der Masse der Veröffentlichungen in allen Medienarten. Die einseitige emotional- romantische- vermenschlichende Sicht auf den Wald wurde von den Medienredakteuren gezielt als Eigenheit des Verständnisses der Deutschen zu ihrem Wald hochgejubelt dargestellt. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse wurden von ihnen unterdrückt, abgeschwächt, gezielt nicht wahrgenommen oder sogar grob falsch an die Öffentlichkeit gebracht. Durch dieses verlogene Verhalten der verantwortlichen Redakteure wurde bewusst und vorsätzlich von den tatsächlichen Ursachen der Probleme abgelenkt. Die „Herrenmenschen“ in den oberen Etagen der Redaktionen haben damit über Jahrzehnte die Lösungen für die Wiedergesundmachung unserer Wälder verhindert. Hier findet eine Irreführung der Öffentlichkeit und der Politiker statt. Die Missachtung und würdelose Behandlung der am Thema Waldgefährdung arbeitenden Wissenschaftler ist in seiner Tragweite kaum abzusehen. Die Medienmacher haben sich wie dressierte Menschen in einer Diktatur verhalten. Dies führt immer ins Unheil und ist deshalb unverantwortliches Tun.

7. Der Niedergang unserer Wälder wurde durch Mangel an Sachlichkeit herbeigeführt und bis heute betreiben wir die Förderung dieses Niedergangs. Auch wurde unser demokratisches Gemeinwesen dadurch stark geschwächt. Nach meiner Werteskala sackte die Demokratie in Deutschland von 1962 bis jetzt 2020 von befriedigend auf mangelhaft ab.

8. Theodor Roosevelt, Präsident der USA von 1901 bis 1909 sagte kurz vor seinem Tod: „Die wichtige Tatsache, die man nicht vergessen darf, ist, dass der Trend der Zivilisation stets nach oben zeigt.“ Auch Präsidenten irren, denn heute zeigt der Trend stark nach unten.

9. Carl Friedrich von Weizsäcker, Physiker und Philosoph, sagte bei einer Vorlesung 1962 in der Uni Göttingen: „Große Teile der wissenschaftlichen Erkenntnisse erreichen auch heute die Öffentlichkeit nicht, oder erst viele Jahre später.“ Das ist leider bis heute so geblieben.

10. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Biologe und Mitglied des Club of Rome, forderte auf der Witzenhäuser Konferenz am 03.12.2019 in der Uni Kassel-Witzenhausen: „Wir brauchen heute eine neue Aufklärung! Eine Rückkehr zur Sachlichkeit!“ Wir sagen: „Lasst uns damit sofort beginnen!!!“

11. Unser Grundgesetz sagt bestimmend- festlegend: „Alle Macht geht vom Volke aus.“ Diese Zusage können wir, die Bürgen, nicht zum Guten hin erfüllen, wenn uns die Wahrheiten aus den Tatsachen weiterhin vorenthalten werden!!!!!

12. Auch das Gebot der Rechtzeitigkeit darf nicht weiter unbeachtet bleiben. Dazu müssen wir, die Gesamtbevölkerung, die treibende Kraft sein, nicht ein neuer Diktator.

Weiterführende Informationen: Welke-Syndrom