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Wohlleben: Borkenkäfer

 

im April/Mai 2020

5. P.W. S.109: „Gesunde Fichten wehren sich mit Terpenen und phenolischen Substanzen, die die Käfer sogar abtöten können. Selbst wenn dies nicht gelingt, so verkleben sie die Insekten mit Harztröpfchen.“

H.B.: Das ist falsch! Bei gesunden Bäumen ist der Saftdruck aus den inneren Zellverbänden so stark, dass das einzubringende Ei nicht in der Rindenschicht abgelegt werden kann. Es wird nach außen gedrückt und die angebohrte Stelle wird bei Austrocknung geschlossen. Das funktioniert seit Millionen von Jahren so.

P.W. S.109: „Einer massenhaften Vermehrung steht nun nichts mehr im Wege und die tausenden schlüpfenden Jungkäfer können anschließend sogar gesunde Bäume angreifen. Einen solchen Massenansturm halten viele Fichten nicht aus.“

H.B.: Keine noch so große Menge Borkenkäfer können eine gesunde Fichte umbringen. Alle Fichten, aber auch alle anderen Bäume sind unterschiedlich stark geschwächt. Auch die Beschreibung auf S.54 unten ist falsch. Für den Buchenspringrüssler auf S.31 und die Kastanienminiermotte, sie wurden nicht erwähnt, trifft der gleiche, heute wegen des Welkemerkmals nicht mehr funktionierende Abwehrmechanismus zu.

Wird fortgesetzt...