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Wohlleben: Flechten, Pilze und Moose

 

im April/Mai 2020

6. P.W. S.96: „Durch das Schwitzen der Bäume wird es so feucht, dass sich Flechten und Moose an Fassaden und Dachziegeln ansiedeln.“

H.B.: Das ist falsch, denn auch da wo keine Bäume stehen siedeln sich Flechten und Moose und Algen an. Da das verdunstete Wasser sauberer ist, als die allgemeine Luftfeuchte, hat die Verdunstungsfeuchte nichts mit der Algen- und Moosbildung an Fassaden zu tun! Bäume schwitzen nicht, sie verdunsten Wasser und nehmen es bei Bedarf wieder auf.

P.W. S.52: Er beschreibt hier die Filterfunktion der Pilze gegen die Schwermetalle; Und: „Kein Wunder, dass etwa das radioaktive Cäsium, welches sich noch von der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl im Jahre 1986 im Erdreich befindet, bevorzugt in Pilzen zu finden ist.“

H.B.: Flechten, Pilze und Moose und erhöhte Radioaktivität gab es schon einmal in der Entstehungsphase der Pflanzen in der Urzeit. Flechten leben vom flüssigen und dampfförmigen Wasser. Sie halten bis plus 70ºC und bis minus 196ºC aus. Sie können bei minus 24ºC noch Kohlendioxid binden. Ihr bestes Wachstum erreichen sie um plus 12ºC. Ihre Entstehung verdanken sie dem zusammenwachsen von Algen und Pilzen zu einer neuen Pflanzenart. Pilze haben eine enorm große Vielfalt an Formen entwickelt. Dadurch können sie sich an veränderte und wechselnde stoffliche Zusammensetzungen in der Luftfeuchtigkeit sehr gut anpassen. Ziel ist immer der Abbau toter organischer Massen hin zur Mineralisierung. Keine Pilzart kann einer gesunden Pflanze schaden.

Früher wurde angenommen dass das Vorhandensein von Flechten saubere Luft anzeigt. Das ist so nicht richtig, denn wenn die Anteile von Metallen, Schwermetallen und anderen Stoffen in Feinstäuben und Gasen in der Luft zunehmen, was heute bislang der Fall ist, wachsen die Flechten und Pilze stärker und bauen geschädigte und tote organische Massen schneller ab. Durch die Vielzahl von geschädigten, geschwächten und kranken Bäumen wird ihnen reichlich Fläche geboten ihren Schöpfungsauftrag zu erfüllen! Flechten holen keine Nährstoffe aus den gesunden Rindenschichten und auch nicht aus der darunterliegenden Wachstumsschicht! Erst wenn die äußeren Rindenschichten durch Verätzung oder andere Verletzungen abgestorben sind, siedeln sie sich an. Wenn die Äste und die faulen Wurzelpartien wegen der stetig fortschreitenden Verätzung ganz abgestorben sind, kommt der Flechtenbesatz zu seinem Wachstumshöhepunkt. Die Pilze dringen bei günstigen Bedingungen sofort ins Innere vor um das nun reichliche Rohhumusaufkommen der Mineralisierung zuzuführen.

Wird fortgesetzt...