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Wohlleben: Das „Schreien“ der Bäume

 

im Mai/Juni 2020

13. P.W. S.49: „Tritt starker Durst ein, dann fangen Bäume an zu schreien.“ „… das Ganze spielt sich im Ultraschallbereich ab.“ „Forscher der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft in der Schweiz zeichnen die Töne auf und erklären sie so: Wenn der Wasserstrom von der Wurzel zu den Blättern im Stamm abreißt, entstehen Schwingungen. Dies ist ein rein mechanischer Vorgang und hat wahrscheinlich keine Bedeutung.“

H.B.: Dies könnte eine Falschinformation der Wissenschaftler sein. Der Abriss des Wasserstromes stammauf- und stammabwärts entsteht durch völlige Entleerung der Leitbündelzellen mangels Wassernachschub. Langsam vollziehen sich die Plasmolyseformen bis die letzte Versorgungsverbindung von der Plasmahaut zur Zellwand abreißt. Dadurch ist dann die Zelle tot. Bis dahin waren die Zellwände noch elastisch, sodass es unwahrscheinlich ist, dass bei diesem Absterbevorgang Geräusche entstehen. Alle Leitbündelzellen sind mit einem Stützsystem aus Holz- und Bastfasern verstärkt. Fällt die Zelle trocken, fallen auch diese Stützsystemzellverbände trocken und verlieren ihre Elastizität. Kommt Außendruck auf die starren Fasern, etwa durch Temperaturschwankungen, durch Veränderung des Zellinnendrucks benachbarter funktionstüchtiger Leitbündelzellen oder durch mechanische Bewegung des Baumes durch den Wind, ist es wahrscheinlich richtig, dass die Ultraschallgeräusche vom verholzten toten Stützgewebe verursacht werden!

P.W.: „Vielleicht sind die Durstschreie sogar eine dringende Warnung an die Kollegen, dass das Wasser zur Neige geht.“

H.B.: Eine solche Verständigung benötigen die Bäume nicht, denn jeder Baum ist der Vertrocknung durch Fremdstoffe und Wassermangel in gleichem Maße ausgesetzt. Darauf reagiert jeder Baum individuell! Die Aussage der Eidgenössischen Forschungsanstalt „Dies ist ein rein mechanischer Vorgang und hat wahrscheinliche keine Bedeutung“ ist schwach und unglaubhaft. Das genaue Wissen über die Geräuschentstehung könnte sehr wohl Auskunft darüber geben, ob und in welchem Grade Stammschäden vorliegen und Rückschlüsse auf deren Ursachen liefern. Anzunehmen ist, dass ehrliche Wissenschaftler es genau wissen. Sie kommen nur nicht zu Wort.

Wird fortgesetzt...