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Wohlleben: Mehrzuwachs, mangelnde Nährstoffe, temporäres Unwohlsein, genetische Ausstattung

 

im Juni/Juli 2020

16. P.W. S.23: „Ein deutlicher jährlicher Mehrzuwachs an Biomasse, vor allem Holz, ist der Beweis für die Gesundheit des Baumpulks.“

H.B.: Das ist Unsinn. Mehrzuwachs und Gesundheit hängen von anderen Faktoren ab!

P.W.: „Die Kontakte zu den Nachbarn laufen ins Leere, da dort nur noch Stümpfe stehen.“

H.B.: Nachbarschaftliche Kontakte spielen keine Rolle und die humifizierenden Stümpfe liefern den nachfolgenden Bäumen lange Zeit bessere Bodendurchdringung, mehr Wasser und mehr Nährstoffe.

Baumstümpfe mit Wurzeln zu entfernen, wie das heute mit schwerem Gerät durchgeführt wird, ist ökologisch nicht nachvollziehbar. Die Verantwortlichen möchten kurzfristig rentable und volkswirtschaftliche Ziele bedienen und merken dabei nicht, dass sie der künftigen Waldgeneration damit schon im Jugendstadium schweren Schaden zufügen.

P.W.: „Schwächere Mitglieder, die früher von den stärkeren unterstützt wurden, geraten auf einmal ins Hintertreffen. Ob es an ihrem Standort und mangelnden Nährstoffen liegt, einem temporären Unwohlsein oder die genetische Ausstattung ist. Sie werden nun Opfer von Insekten und Pilzen.“

H.B.: Keine dieser Annahmen ist zutreffend. Die Ursache liegt in den zuvor beschriebenen, zur Schwäche führenden Faktoren. Wobei die Tatsache der ätzenden Niederschläge der Hauptfaktor ist. Ein Beispiel für einen mangelnden Nährstoff ist das Spurenelement Mangan. Davon wird sehr wenig benötigt. Diese Geringstmenge ist aber lebensnotwendig (essentiell) für fast alle Lebewesen. Fehlt Mangan völlig oder ist zu wenig vorhanden, erkranken Mensch, Tier und Pflanze. Mangan ist an der Umwandlung der Stoffe in den Blättern, also an der Photosynthese, beteiligt. Werden die Böden zu sauer, erfolgt eine Festlegung des Elements Mangan in eine Form, die von Pflanzen nicht mehr aufgenommen werden kann. Heutige naturbelassene und auch gedüngte Böden sind temporär zu ätzend, obwohl der Säuregehalt in den Niederschlägen um pH 6,3 schwankt, also nur schwach sauer ist. Ein Wissenschaftler, er war Berater des BUND, sagte mir dazu, dass der pH-Wert alleine nicht aussagekräftig genug sei, um alle schädigenden Einflüsse zu erklären. Dies sollten die zuständigen Fachwissenschaftler erklären können. Zu viel oder zu wenig eines spezifischen Spurenelements hat immer schwerwiegende ungünstige Folgen für alle Pflanzen, im Besonderen für unsere Bäume. Beobachten kann man die spontane Gelbfärbung von Nadeln gut an unseren heimischen Kiefern.

Wird fortgesetzt…