Herzlich Willkommen

Du musst dich anmelden um Beiträge und Themen zu erstellen.

Wohlleben: Rehe fressen Knospen

 

im Juni/Juli 2020

17. P.W. S.110: „Durch den Zuckermangel schmecken die Knospen bitter und zäh, sodass sie jedes Reh links liegen lässt.“

H.B.: So ist das nicht. Rehe und andere Paarhufer nehmen zuckrige, saure oder bittere Stoffe nach ihrem Befinden an diesem Tage auf. So konnte ich beobachten, dass Rehe nur bei Minustemperaturen im Januar und Februar Efeublätter aufnahmen, jedoch nur von Ranken, die an Baumstämmen hoch wuchsen. Von den am Boden wachsenden Efeu-Beständen fraßen sie kein Blatt. In 2018 und 2019 nahmen Rehe den ganzen Sommer über Gehölzknospen auf. Das zeigt, dass sie zu Gräsern und Kräutern noch bestimmte Stoffe zusätzlich benötigen, trotz der überall ausgebrachten Salz-Lecksteine. Dazu trägt auch die Tatsache bei, dass bei starker sommerlicher Bodenaustrocknung über einen längeren Zeitraum, manche Gräserarten derart verhärten und nährstoffunstimmig sind, dass Rehe, aber auch Ziegen und Schafe die Grasaufnahme verweigern. Letztere versuchen dann gewaltsam auszubrechen. Bevorzugt verbeißen sie, nun in Freiheit, die Triebspitzen der Junggehölze in der Umgebung und zwar stärker als früher. Um die Millionen Forstjungpflanzen, die jetzt neu angepflanzt werden müssen, zu schützen, könnte man die Paarhufer vorübergehend deutschlandweit von den Nutzwäldern fern halten. So lange, bis sie von den Tieren nicht mehr geschädigt werden können, weil sie hoch genug gewachsen sind. Entfallen könnte dann der umweltschädliche Wildverbissschutz aus Plastik, der ein enormer Brandbeschleuniger ist, wenn er im Wald verbleibt. Eine weitere Maßnahme wäre noch die sofortige Rücknahme der ätzenden Fremdstoffe im Niederschlag um mindestens 30%.

Wird fortgesetzt…