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Wohlleben: Gehören Fichten und Kiefern nach Deutschland?

 

im Juli/August 2020

18. Im Magazin GEO „Wohllebens Welt“, Nr. 1, S. 16 und in sehr vielen weiteren Veröffentlichungen werden Fichten und Kiefern von P.W. nicht als heimische Bäume eingestuft.

H.B.: Das ist aus der geschichtlichen Entwicklung unserer Wälder nicht ableitbar. Nach der Eiszeit breiteten sich Fichten und Kiefern mit vielen anderen Baum- und Straucharten über ganz Nordeuropa aus und bildeten so einen Mischwald aus vielen unterschiedlichen Arten. Jede Art siedelte auf der für sie günstigsten Bodenart und Lage. Die nachziehenden Menschen bevorzugten wegen ihrer einfachen Werkzeuge gut brennbare Weichhölzer. Fichten und Kiefern waren leicht zu bergen. Astwerk und Holz hatten einen hohen Heizwert. Sie verschonten auch den Jungwuchs nicht, sodass mit den Jahrhunderten Fichten und Kiefern deutlich verringert und verdrängt wurden. Zuerst in den Niederungen und dann in den Mittelgebirgslagen. Der natürliche Mischwald wurde zunehmend gestört. In der Neuzeit wurde er bis heute kaum noch geduldet. Es ist ganz sicher, dass Kiefern und Fichten heimische Bäume waren und sind. Wir heutigen Menschen haben einen der größten und wichtigsten Schadstofffilter zur Verringerung der Fremdstoffe in der Luft durch Unachtsamkeit vernichtet. Das war die Fichte. Keine der 400 Generationen vor uns hat mit solcher Vernichtungskraft, Unachtsamkeit und verheerender Gründlichkeit gewirtschaftet; wenn man den kurzen Zeitraum von 1960 bis jetzt zugrundelegt.

Wird fortgesetzt…