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Wohlleben: Chancen bleiben weiterhin ungenutzt

 

im März/April 2021

20. Die große Chance, den Niedergang der Wälder auf unserer Erde durch tatsachenbezogenes und wissenschaftlich fundiertes Wissen zu beschreiben, hat Peter Wohlleben ungenutzt verstreichen lassen. Den Wäldern hat er damit keinen Dienst erwiesen. Er hat genau das Gegenteil getan indem er für Verunsicherung und Verwirrung sorgte und die um die Sache wissenden Menschen dadurch herabsetzte.

Die Lösungen der Probleme wurde dadurch erschwert und in weite Ferne verschoben. Hier wirkt der altböse Geist; das Denken und Tun nach dem alten Falschen. Seinem Buch "Das geheime Band zwischen Mensch und Natur " entnehme ich von Seite 215 den Satz: "Und davon abgesehen wird die Natur schon seit Jahrmillionen mit solchen Entwicklungen fertig - dazu braucht sie uns gar nicht." Das ist grob fahrlässig und gesetzeswidrig. Pflanzen und Tiere und die Lebensgrundlagen brauchen gerade jetzt das entschlossene und auf Sachkenntnisse und Vernunft beruhende Wollen aller Menschen.Denn jede Lebensform die ausstirbt schmälert unter Anderem den Wert unseres Planeten. Wir Menschen verletzen und schädigen die Lebewesen und die natürlichen Abläufe jetzt. Deshalb sollten wir auch jetzt gegensteuern. Auf Seite 229 schreibt er: ".....das nun eine Kehrtwende eingeleitet wird. Eine Kehrtwende nicht des Verstandes, sondern der Herzen." Nein, nein, das ist falsch, denn beides gehört zusammen. Nach meinem Denken behaupte ich das in der Arbeit unserer Wissenschaftler mehr "Herz" steckt als in vielen der Kirchengläubigen und politischen Sachverdrängern. Hierbei berufe ich mich auf Papst Franziskus. Er sagte sinngemäß "ohne Sachlichkeit geht es nicht." Die hinter uns liegenden 2500 Jahre zeigen, gut beschrieben, den Verdrängungsmechanismus in dem Denken, das die Tatsachen verharmlost, abschwächt und sogar verleugnet. In Peter Wohllebens Waldharmoniesucht findet dieses Denken einen neuerlichen Höhepunkt. Nahezu alle Medien verbreiten seine teils falschen Waldbeschreibungen begierig und massenhaft. Pfarrer predigen diese Falschinformationen von den Kanzeln und verbreiten sie durch öffentliche Kommentare und Wissenschaftler grinsen oder ärgern sich nur und hüllen sich, nicht ohne Grund, in Schweigen. Mit einem Zitat aus dem Buch "Baumzeit", C.1995, S.163, von Verena Eggmann und Bernd Steiner, Schweiz, möchte ich die Auseinandersetzung mit "Wohllebens Geisteswelt"beenden: "Die zu gleichnishafter Käfer- und Ameisenschau unter Bäumen liegenden Romantiker aber haben uns ein Waldbild von Geheimnis, Stille und Blätterraunen zusammen gedichtet, vor dem selbst Nymphen und Kobolde erschüttert stehen." Niemand hat sich soweit von der Wirklichkeit der Gründe für die Baumschwächungen und die hohe Absterberate entfernt wie Peter Wohlleben.

Wird fortgesetzt…