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Welkesyndrom 3: Telefonische Anfrage am 3.3.21 bei einer Forstbaumschule wegen der hohen Verlustrate bei Neuanpflanzungen

 

im März/April 2021

21. Am Beispiel der Fichte sagte der Auskunft gebende Fachmann: "Die Jungpflanzen werden dem Boden wurzelnackt entnommen, gebündelt, nach Bestellung sortiert und ins Kühllager gebracht. Nach der Lieferterminabsprache gehen sie, in Folie verpackt, in den Versand. Pflanzzeit ist von Oktober bis April. Der späte Pflanztermin spielt keine Rolle für das weiterwachsen. Für den Pflanztermin gibt es keine Regel. Entscheidend ist, das der Boden ausreichend feucht ist." Ich wand ein das Harald Lesch in seiner TV Sendung Leschs Kosmos am 2.6.20 , von einer Verlustrate von 30% sprach.Der Fachmann: "Ich schätze ihn sehr aber da hat er Unrecht. Es kann einen Ausfall von 5 bis 15% geben. Wichtig ist dabei, das man die Jungware als kleine Ware kauft und einsetzt." Das ist richtig denn sie haben das bessere Anpassungsvermögen. Die späte Pflanzung ist aber sachlich falsch weil sie ein höheres Risiko beim eventuell nachfolgenden trockenen Sommer hat. Dazu muss man wissen das die wurzelnackten Pflanzen weniger Feinwurzeln besitzen und die stärkeren Wurzeln an den Endungen oft durch Abriss Wundstellen haben. Hier können Viren, Bakterien, Pilze und chemische Fremdstoffe eindringen. Das erschwert die Wurzelneubildung. Vier Wochen und gegebenenfalls länger, je nach Temperatur und Lichtmenge, benötigt die Pflanze nach dem einbringen in den Boden bis sich die ersten Wurzelspitzen und Wurzelhärchen neu gebildet haben. Wird im Oktober gepflanzt hat die Pflanze bis zum stark werdenden Sonnenschein ab Mai sechs Monate Zeit zur Feinwurzelbildung. Nun reichlich damit ausgestattet übersteht sie einen trockenen Sommer deutlich besser als bei einer Spätpflanzung im März/April.

Wird fortgesetzt…